ATELIER JMA-BE 1 (HOLZ)

Zukunftsbilder Alpen – Perspektiven SAC-Hütten 2050

Lämmerenhütte SAC (Foto Damian Poffet, 2018)

BESCHREIBUNG

Unsere Landschaften verändern sich stetig. Die Folgen gesellschaftlicher Entwicklungen und sich wandelnden Werten, unbegrenzter Bedürfnisse und wirtschaftlicher Abhängigkeiten, technischer Transformationen und notwendiger Infrastrukturen sind deutlich sichtbar. Überlagert werden diese Tatsachen durch die drastischen Auswirkungen des Klimawandels. Die Landschaftsbilder, sowohl im urbanen und periurbanen als auch im ländlichen und alpinen Kontext, werden anders wahrgenommen – oder auch noch nicht. Doch gerade sensible Gebiete wie alpine Regionen verdeutlichen durch die stark schwindenden Gletscher, durch auftauendenden Permafrost und zunehmende Naturgefahren, wie sich eine Landschaft in sehr kurzer Zeit verändert. Lawinen, Eisabbrüche, Steinschläge, Überschwemmungen und gleichzeitig Wassermangel sind mehr als Kurzzeitphänomene.

Grund genug sich in beiden Master-Ateliers im Frühjahrssemester 2023 mit «Zukunftsbilder Alpen – Perspektiven SAC-Hütten 2050» zu befassen. Dabei sollen Szenarien, Perspektiven und konkrete Bilder von Hütten des Schweizer Alpen Clubs SAC und deren Integration in die Landschaften des Jahres 2050 dargestellt werden. Ausgehend von wissenschaftlichen Studien und Modellbildern alpiner Landschaften geht es um Fragestellungen wie:

  • Was bedeutet der Klimawandel mit schwindenden Gletschern und auftauendem Permafrost für den Alpinismus resp. Tourismus und den Hüttenbau in den Alpen?
  • Wo und in welchen Landschaftsräumen stehen die 152 SAC-Hütten heute, wo 2050?
  • Was bedeutet die Landschaftsveränderung für den zukünftigen Hüttenbau?
  • Warum, wann und wie werden bestehende Hütten transformiert resp. neu gebaut?

Das Entwurfssemester an der BFH ist integraler Teil des Aktionsplans 2022-25 der Klimastrategie des Schweizer Alpen Club SAC. Der SAC hat das Ziel definiert, den CO2-Ausstoss als Gesamtverband ab 2022 bis 2040 gegen netto null zu senken.

LERNZIELE

Im gemeinsamen Atelier «Architektur & Holz» und «Architektur & Areal» resp. im interdisziplinären Team aus den Bereichen Architektur, Landschaft, Klima, Geografie sowie Infrastruktur werden Zielbilder und Projekte entwickelt. Dabei interessieren insbesondere wissenschaftlich fundierte Bilder von Landschaftstypen und möglichen angepassten Hüttentypologien, die als Beherbergungsorte für Alpinist:innen, Bergwanderer:innen und für weitere (neue) Freizeitaktivitäten dienen. Die sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltig und klimagerecht konzipierten Projekte sollen eine breite Diskussion über die Folgen des Klimawandels und den zukünftigen Hüttenbau des SAC initiieren. Gleichzeitig dienen die Erkenntnisse dazu, um weitere Forschungsfragen und -schwerpunkte zu definieren und in wissenschaftlichen Forschungen weiterzuentwickeln.

LERNFORMEN

Das Semester ist geprägt von inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit und starkem Austausch zwischen Lehre, Forschung und Praxis. Dies erfolgt in unterschiedliche Lernformen sowie in Einzel- und Gruppenarbeiten. Exkursionen im alpinen Raum sowie umfassende Fachinputs bilden wichtige Inspirationen während des ganzen Semesters. Zudem werden die Studierenden ermuntert spezifische analoge und digitale Werkzeuge wie Zeichnen, Illustrieren, Collagieren, Modellieren und Simulieren auszuprobieren, um zeitgenössische, historische und theoretische Realitäten zu erkunden. Das Seminar 3 «Ressourcen – Klima – Energie» vermittelt ergänzenden theoretischen Hintergrund.

Semestre
2023 Frühling
Module
ATELIER JMA-BE 1 (HOLZ)
Enseignant-e-s
Contacts
Hanspeter Bürgi
Adresse

BFH-AHB
Stadtlabor Biel
Aarbergstrasse 112 (Volkshaus)
2502 Biel

Crédits

13

Site
JMA-Bienne
Premier contact

Montag, 20. Februar 2023, Start Atelier mit Spezialprogramm in den ersten zwei Semesterwochen

Dates

Atelier mit individuellem Coaching jeweils Dienstag und Mittwoch, Inputveranstaltungen jeweils Dienstag 08.30-10.00 Uhr.

Participant-e-s

Max. 15

Langue

Deutsch, individuelle Betreuung in Französisch & Englisch möglich.